Wer in der Vulkaneifel unterwegs ist, denkt bei Vulkanen oft zuerst an die berühmten Maare. Dabei gibt es einen Ort, der mindestens genauso beeindruckend ist und den viele noch nicht kennen: den Arensberg bei Walsdorf-Zilsdorf.
Das Besondere: Hier könnt ihr nicht nur einen ehemaligen Vulkan besuchen, sondern durch einen kurzen Stollen direkt in sein Inneres gelangen.
Ein Vulkan zum Durchwandern
Der Arensberg entstand durch zwei Vulkanausbrüche vor rund 32 und 24 Millionen Jahren. Magma drang aus dem Erdinneren nach oben und bildete den Basaltkörper, der den Vulkan bis heute prägt. Später wurde hier Basalt abgebaut.Der Arensberg gilt als eine der bedeutendsten Vulkankuppen aus der Tertiärzeit in der Vulkaneifel und ist ein echtes geologisches Highlight.
Durch einen kurzen Stollen gelangt ihr in den ehemaligen Steinbruch. Besonders für Kinder ist das spannend: Erst geht es durch den dunklen Tunnel, bevor sich plötzlich die mächtigen Basaltwände des Vulkans öffnen.




Die verschwundene Kirche auf dem Vulkan
Bevor der Basaltabbau begann, stand auf dem Arensberg die mittelalterliche Arnulphus-Kirche. Als im 19. Jahrhundert der Basaltabbau immer weiter fortschritt, musste die Kirche dem Steinbruch weichen. Teile des Baumaterials wurden für die neue Pfarrkirche in Walsdorf verwendet, und die Gräber des alten Friedhofs wurden umgebettet.
Heute erinnert die kleine Arnulphus-Kapelle am Weg zum Steinbruch an die verschwundene Kirche und die Geschichte dieses besonderen Ortes.




So kommt ihr zum Arensberg
Der Ausgangspunkt ist der Parkplatz Arensberg an der Basaltstraße in Walsdorf-Zilsdorf. Von dort führt ein breiter Waldweg in etwa 5 bis 10 Minuten zum Vulkan. Der Weg ist kurz und auch für Familien mit Kindern gut machbar.
Unterwegs kommt ihr an der Arnulphus-Kapelle vorbei, bevor ihr den Stollen erreicht, der euch in den ehemaligen Steinbruch führt.
- Festes Schuhwerk ist empfehlenswert.
- Im Stollen und Steinbruch kann es feucht und rutschig sein.
- Die Felswände dürfen nicht beklettert werden.
- Der Weg im Vulkan ist nicht kinderwagengeeignet, vom Parkplatz bis zum Stollen ist es ein breiter Waldweg.
Unser Fazit
Ein kurzer Spaziergang, ein geheimnisvoller Stollen und der Blick in das Innere eines Millionen Jahre alten Vulkans machen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis.
Plant etwa 30 bis 60 Minuten für den Ausflug ein, genug Zeit, um den Steinbruch in Ruhe zu erkunden und diesen außergewöhnlichen Ort auf euch wirken zu lassen. Es gibt auch eine Bank für ein Picknick.

